Pressemeldungen 2017
Pressemitteilung

Robert Bosch Academy begrüßt neue Fellows in Berlin

Berlin, 05. September 2017. Welche Konsequenzen hat der Brexit für Europa? Wie lassen sich weltweite Fluchtursachen mindern? Wie kann Populisten und Autokraten begegnet werden? – Fragen, die ohne multilateralen und lösungsorientierten Dialog sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit nicht zu beantworten sind. Um diesen Austausch zu fördern und den gesellschaftspolitischen Diskurs zu bereichern, ermöglicht die Robert Bosch Academy internationalen Entscheidungsträgern und Experten Arbeitsaufenthalte als Richard von Weizsäcker Fellows in Berlin.

Im Herbst 2017 begrüßt die Academy gleich sechs neue Fellows:

Lloyd Axworthy, François Heisbourg, Ivan Krastev, Philip Stephens, Parag Khanna und Theodore Piccone. „Wir freuen uns, diese renommierten Persönlichkeiten an der Robert Bosch Academy zu begrüßen und sehen einem zukunftsgerichteten Austausch mit deutschen Entscheidungsträgern und Experten entgegen“, sagt Sandra Breka, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung.

Neue Fellows im Herbst 2017

Während ihres Aufenthalts erhalten die Fellows an der Robert Bosch Academy in Berlin den intellektuellen Freiraum, um sich jenseits ihrer regulären Aufgaben und Verpflichtungen mit vielfältigen Themen und Fragestellungen zu befassen. Bei unterschiedlichen Expertisen eint die Entscheidungsträger und Meinungsbildner das Interesse, sich während ihrer Aufenthalte untereinander auszutauschen und die gewonnenen Einblicke für ihre Arbeit und Netzwerke zu nutzen. Die neuen Fellows treffen im Herbst zudem auf die aktuellen Richard von Weizsäcker Fellows an der Robert Bosch Academy – darunter der Türkei-Experte Soli Özel, der japanische Sozialphilosoph Ken’ichi Mishima und der Chefredakteur der Zeitschrift Russia in Global Affairs Fyodor Lukyanov. In der Fellowdatenbank sind alle aktuellen und bisherigen Richard von Weizsäcker Fellows aufgeführt.

Die Fellows stehen Medienvertretern im Herbst auf Anfrage gerne für Hintergrundgespräche, Interviews oder Gastbeiträge im Rahmen ihrer jeweiligen Schwerpunktthemen und auch in deutscher Sprache zur Verfügung:

Der ehemalige Außenminister und Minister für Arbeit und Immigration Kanadas, Lloyd Axworthy, war bereits 2016 als Richard von Weizsäcker Fellow in Berlin. Dort befasste er sich mit der Migrations- und Integrationspolitik in Europa und gründete als ein direktes Ergebnis seines Aufenthalts das World Refugee Council (WRC) – ein unabhängiges Gremium, das sich für neue und länderübergreifende Lösungswege in der globalen Flüchtlingskrise einsetzt. Lloyd Axworthy wird unter anderem als Vorstand des WRC dessen Arbeit von Berlin aus vorantreiben.

Bis Ende des Jahres wird der international renommierte Sicherheitsexperte François Heisbourg in Berlin leben und arbeiten. Der Vorsitzende des International Institute for Strategic Studies (IISS) in London wird sich mit der Rolle Europas als sicherheits- und verteidigungspolitischer Akteur in Zeiten von Trump und Putin sowie mit der Bedrohung durch den internationalen Terrorismus beschäftigen.

Ivan Krastev, Leiter des Centre for Liberal Strategies (CLS) in Sofia, ist als Gründungsmitglied des European Council on Foreign Relations (ECFR) und Mitglied des redaktionellen Beirats des Journal of Democracy ein ausgewiesener Experte für internationale Politik und die Herausforderungen westlicher Demokratien. In Berlin wird sich der Richard von Weizsäcker Fellow mit der aktuellen Lage der Europäischen Union und den neuen Parametern der liberalen Weltordnung auseinandersetzen.

Philip Stephens ist Mitherausgeber und leitender politischer Kommentator der Financial Times. Der Experte für Wirtschafts-, Außen- und Sicherheitspolitik befasst sich während seines Aufenthaltes vor allem mit Fragen, die der geplante Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union aufwirft.

Parag Khanna ist Senior Research Fellow am Centre on Asia and Globalisation der Lee Kuan Yew School of Public Policy der National University of Singapore. Während seiner Zeit an der Robert Bosch Academy beschäftigt er sich unter anderem mit direkter Technokratie als Antwort auf erstarkenden Populismus und den Möglichkeiten für Europa durch die wirtschaftlichen Verflechtungen mit Asien.

Gemeinsam mit dem amerikanischen Think Tank "The Brookings Institution" wurde Anfang 2017 die Brookings – Robert Bosch Foundation Transatlantic Initiative ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Initiative zur Stärkung der transatlantischen Beziehungen wird Theodore Piccone, Experte für Außenpolitik, Demokratieforschung und Lateinamerika, einen mehrmonatigen Aufenthalt an der Robert Bosch Academy verbringen. In Berlin befasst er sich mit Fragen der transatlantischen Politik und der Förderung von Menschenrechten und Demokratie.

Richard von Weizsäcker Forum 2017

Vom 10. – 14. September 2017 findet das Richard von Weizsäcker Forum statt. Das Forum wurde zu Ehren des ehemaligen Bundespräsidenten und langjährigen Mitglieds des Kuratoriums der Robert Bosch Stiftung eingerichtet und bringt als Community-Veranstaltung die ehemaligen, aktuellen und zukünftige Richard von Weizsäcker Fellows der Robert Bosch Academy zusammen.

Unter dem Titel "Shaping the Future in a World of Turmoil" diskutieren die Fellows zu Beginn des Forums in Berlin mit ausgewählten Sprechern wie dem Politologen Walter Russell Mead, der leitenden Forscherin bei Microsoft Research Kate Crawford und dem Bundespräsidenten Deutschlands Frank-Walter Steinmeier. Im Anschluss brechen die Teilnehmer zu einer Studienreise zum Thema "Germany before the Elections" auf, die sie nach Grimma, Leipzig und München führen wird. Dort treffen sie mit Vertretern und Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen.

Weitere Informationen

Kontakt

Michael Herm
Telefon 0711 46084-290
Jannik Rust
Telefon 030 220025-318